Formel 1 2016 – Das ist alles neu

Formel 1 2016

An diesem Wochenende startet die Formel 1 mit dem Rennen im Albert Park in Melbourne in die neue Saison. Um die Königsklasse des Motorsports wieder attraktiver werden zu lassen und aus dem Quotentief der vergangenen Jahre zu holen, wurden einige Änderungen an den Regeln durchgeführt. Auch hat sich einiges bei den Teams und ihren Fahrern im Vergleich zur Vorsaison getan. Was genau, erfahrt ihr jetzt.

Qualifying
Fangen wir sogleich mit der wohl größten Neuerung an, dem Qualifying. Wie bereits in den Jahren zuvor wird dies in drei Abschnitten ausgetragen (Q1-Q3). Neu ist allerdings, dass nun binnen gewisser Zeitabstände Stück für Stück die Fahrer aus dem Kampf um die Positionen ausscheiden. Das Ganze sieht wie folgt aus:

Q1 hat eine Gesamtdauer von 16 Minuten. Nach sieben Minuten wird der Fahrer, der bis dato die langsamste Runde gefahren hat, aus dem weiteren Verlauf des Qualifyings ausgeschlossen. Ihm folgen nun in Abständen von je 90 Sekunden sechs weitere Fahrer, bis am Ende von Q1 noch 15 Wagen übrig bleiben. Sollte es übrigens passieren, dass zwei Fahrer die gleiche Zeit aufweisen, so entscheidet die Zeit aus dem dritten freien Training über das Weiterkommen.
Für den zweiten Qualifikationsabschnitt wurde eine Dauer von 15 Minuten festgelegt. Anders als in Q1 scheidet der Fahrer mit der schlechtesten Runde bereits nach sechs Minuten aus. Danach geht es erneut im 90 Sekunden Takt weiter, bis am Ende von Q2 noch 8 Fahrer verbleiben.
In Q3, dem mit 14 Minuten kürzesten Abschnitt, wird der erste Fahrer nach fünf Minuten aus dem Kampf um die Pole Position herausgenommen. Das darauf folgende 90 Sekunden Intervall sorgt letztendlich dafür, dass am Schluss des Qualifyings noch zwei Fahrer übrig bleiben, die die Pole Position unter sich ausmachen.

Teams/Fahrer
Dieses Jahr besteht das Fahrerfeld im Gegensatz zum vergangenen Jahr wieder aus 22 Piloten. Neu dabei ist mit dem Haas F1 Team erstmals seit der Saison 1985/1986 wieder ein US-amerikanischer Rennstall.
Kurios: Bereits 30 Jahre zuvor ging ein US-Team mit dem Namen Haas in der Formel 1 an den Start. Der damalige Teamchef Carl Haas steht allerdings in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu dem jetzigen Initiator des Haas F1 Teams Gene Haas.
Die beiden Cockpitplätze belegen der ehemalige französische Lotus-Pilot Romain Grosjean, sowie der 2015 noch für Sauber aktive Mexikaner Esteban Gutierrez.
Ebenfalls diese Saison neu dabei ist mit dem Renault Sport F1 Team ein alter Bekannter in der Formel 1. Nachdem Lotus aufgrund wirtschaftlicher Probleme sein Engagement in der Königsklasse nicht weiter aufrechterhalten konnte, wurde es von Renault aufgekauft.
Der vergangene Saison für Mclaren startende Däne Kevin Magnussen geht neben dem aus der GP2-Serie stammenden Engländer Jolyon Palmer für den britischen Rennstall auf Punktejagd.
Einen Fahrerwechsel gab es hingegen bei Manor Racing. Die Briten setzen mit dem 21-jährigen, vergangenes Jahr in der DTM aktiven, Deutschen Pascal Wehrlein und dem , wie Palmer aus der GP2-Serie stammenden, Indonesier Rio Haryanto auf zwei F1-Neulinge.

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Strecken
Gefahren wird dieses Jahr im Vergleich zu 2015 auf insgesamt 21 Strecken. Neu im Programm sind neben dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim, der aufgrund finanzieller Probleme im vergangenen Jahr von der FIA aus dem Terminkalender gestrichen wurde, auch der Grand Prix von Europa. Dieser wird erstmals auf dem Stadtkurs in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, ausgetragen.

Reifen
Pirelli, die auch 2016 eine Monopolstellung bei den Reifen inne haben, stellen den Teams in diesem Jahr ganze drei Reifenmischungen vor jedem Rennwochenende zur Verfügung. Bislang konnten die Rennställe lediglich aus zweien wählen. Neben den altbekannten Varianten Hard, Medium, Soft und Super-Soft, wird frühestens ab dem Monaco Grand Prix Ende Mai auch der lilafarbene Ultra-Soft als mögliche Option seitens Pirelli bereitstehen. Dieser soll noch schneller, aufgrund seiner hohen Abnutzung aber mehr für das Qualifying denn für das Rennen geeignet sein.
Insgesamt können die Teams pro Rennwochenende aus 13 Reifensätzen wählen. Drei davon gibt Pirelli jedoch vor. Davon muss ein Satz während des Q3 aufgezogen werden. Die anderen beiden Sätze sind für das Rennen vorgesehen, bei dem einer auch tatsächlich zum Einsatz kommen muss. Aus den zehn vom jeweiligen Rennstall ausgesuchten Mischungen kann der Pilot frei wählen. Pirelli-Ultrasoft-Formel-1-2016-articleTitle-48590901-929280

Funk
Bereits in der vergangenen Saison wurde seitens der Rennleitung schon vermehrt darauf geachtet, dass Teams nicht zu viele Informationen per Funk an ihre Fahrer weitergeben. 2016 soll dieses Unterfangen noch weiter verstärkt werden. Informationen zum aktuellen Benzinstand, Strategien der  anderen Piloten oder Hinweise bezüglich des nächsten Reifensatzes, sind ab sofort verboten. Die Entscheidungen der Fahrer sollen dadurch wieder verstärkt  in den Vordergrund gerückt werden.

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